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Mit loadbars entfernte Rechner überwachen

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Ist ein Rechner in einem Netzwerk überlastet, muss das der Administrator umgehend erfahren. Aber auch für Privatanwender kann es nützlich sein, die Aktivitäten des heimischen NAS zu überwachen. Genau dabei hilft das kleine Perl-Skript loadbars. Es blendet für jede zu beobachtende Station einen kleinen Balken auf dem Bildschirm ein. Je höher dieser Balken ist, desto eifriger werkelt der jeweilige Rechner vor sich hin. loadbars aktualisiert dabei die Balken in Echtzeit. Einziger Haken: Das kleine Werkzeug erkundigt sich über eine SSH-Verbindung nach den Befindlichkeiten der Stationen, dort muss folglich jeweils ein SSH-Daemon laufen.

Abholung

Um loadbars einsetzen zu können, benötigt man auf dem Client-Rechner, von dem man aus die anderen Kollegen beobachten möchte, das Programm git, eine Perl-Umgebung, das Modul Proc::ProcessTable und die Perl-Bindungen zur SDL. Unter Ubuntu installiert man dazu einfach die Pakete git, libsdl-perl und libproc-process-perl:

sudo apt-get install git libsdl-perl libproc-process-perl

loadbars wurde übrigens von seinen Entwicklern nur unter Debian getestet, läuft aber auch problemlos auf anderen Distributionen. Sobald die Voraussetzungen erfüllt sind, holt man sich loadbars auf die Festplatte:

git clone git://git.buetow.org/loadbars

Kontaktaufnahme

Jetzt stellt man sicher, dass man die zu überwachenden Rechner beziehungsweise Server per SSH erreicht. Sobald das funktioniert, wechselt man in das loadbars-Verzeichnis und ruft dort das Werkzeug auf:

./loadbars --hosts localhost,alice@192.168.1.102,bob@192.168.1.103

Hinter --hosts folgen einfach alle zu überwachenden Rechner, die jeweils durch ein Komma voneinander getrennt sind. Dabei kann man die IP-Adresse oder den Rechnernamen angeben. Vor dem @ steht der Benutzername, mit dem sich loadbars auf dem jeweiligen Rechner anmelden soll. Wie das Beispiel weiter zeigt, darf man auch den eigenen Computer (localhost) überwachen lassen.

loadbars überwacht hier drei Rechner.

loadbars überwacht hier drei Rechner.

loadbars öffnet jetzt ein neues Fenster, das sofort den Fokus erhält. Im obigen Beispiel erscheint erst einmal nur ein Balken für den eigenen Rechner (localhost). Im Terminal fragt loadbars jetzt nacheinander die Passwörter der entfernten Rechner ab, und zwar in der hinter --hosts angegebenen Reihenfolge. Im Beispiel muss man also zunächst blind das Passwort eintippen, mit dem sich alice beim Rechner 192.168.1.102 anmeldet, dann das für bob und den Rechner 192.168.1.103. Sobald man ein Passwort eingegeben hat, erscheint im loadbars-Fenster ein neuer Balken, der den entsprechenden Rechner repräsentiert.

Diese Passworteingabe ist nicht nur verwirrend, sondern auch bei größeren Netzen unpraktikabel. Darüber hinaus erscheinen auch noch ab und an die Passwörter im Klartext im Terminal. Man sollte deshalb unbedingt eine SSH-Anmeldung über Zertifikate einrichten beziehungsweise den SSH-Agenten einsetzen.

Buntes Ende

Die von loadbars angezeigten Balken besitzen unterschiedliche Farben. Jede Farbe steht dabei für eine ganz bestimmte Auslastungsart. Den gelben oder orangefarbenen Anteil verursachen etwa Benutzerprogramme (User Usage), Blau kennzeichnet den Anteil des Systems (System Usage). Welche Farbe standardmäßig für welchen Messwert steht, verrät die Manpage. Sie erklärt auch, wie man eine Konfigurationsdatei einrichtet und sich so die Übergabe der Rechner hinter --hosts erspart.

loadbars lässt sich übrigens nicht im Terminal beenden, [Strg]+[c] hat dort keine Wirkung. Um die Messung zu beenden, aktiviert man das Fenster mit den Balken und drückt dann [q]. Übrigens sollte man es auch unterlassen, das Fenster mit den Balken zu vergrößern oder zu verkleinern: In der Regel bleibt das Fenster dann anschließend schwarz.

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Kommentare

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