Frischzellenkur für LibreOffice

Frischzellenkur für LibreOffice
07.03.2011 17:55

In einem der vorangegangen Tipps habe ich aufgezeigt wie der geneigte Linux User das neue LibreOffice auf seiner Lieblingsdistribution installieren kann. Aber was tun wenn es Updates gibt. Denn, ein Update lohnt sich allemal.

Libre Office Startleiste

LibreOffice startet in der letzten Version wirklich etwas zähflüssig. Das ist nun in der 3.3.1 wirklich nicht mehr der Fall. Auf einem Core 2 Duo mit 2 GMB RAM merkt der Benutzer das ganz deutlich. Und die Neuen Icons sind auch Sehenswert. Leider haben die großen Distributionen LibreOffice noch nicht in den eigenen Paketquellen. Aber daran wird ja fleißig gearbeitet. Für Ubuntu-Nutzer steht inzwischen ein PPA-Repo bereit. Also machen die Ubuntu User einfach eine Shell auf und tippen folgende Zeilen ein:

sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/ppa

Hierbei wird ein PPA -Key installiert. Das dient zur Sicherheit. Danach

sudo apt-get update
sudo apt-get install libreoffice

Danach muss man je nach dem welchen Desktop man benutzt noch eines der folgenden Pakete auswählen und Installieren:

sudo apt-get install libreoffice-gnome

oder

sudo apt-get install libreoffice-kde

Auch das neue OpenSuse 11.4 bringt LibreOffice bereits mit. Alle anderen Nutzer müssen sich die neueste Version von LibreOffice über einen kleinen Umweg besorgen. Leider gibt es von LibreOffice auch noch keine Automatische Updatefunktion die die neusten Pakete installiert. Die alten Pakete müssen vor der Neuinstallation von Hand Deinstalliert werden. Das ist aber ganz einfach.

Pakete deinstallieren

Wer eine Debian-Version mit Gnome benutzt, öffnet einfach sein Synaptic und sucht nach dem String: “libreoffice”

Danach kann man mit einem: auf der shell noch mit: locate libreoffice | less“ einmal nachschauen ob auch alles gelöscht wurde. KDE Benutzern wird empfohlen KpakageKit zu benutzen. Ich habe LibreOffice-Updates auch unter LXDE mit Synaptic, sowie Fedora 14 (gpk-application 2.32.0) gemacht. Jeweils nur den Suchstring in der geeigneten Paketverwaltung aktiveren und die Pakete werden gefunden.

Die LibreOffice-Pakete in Synaptic

Danach kann ich die neuen Pakete, wie in meinem 1 Tipp zum Thema: „LibreOffice Installation“ beschrieben, in meine Distribution einpflegen. Hierbei aber nochmal explizit die Hinweise das, nach der Installation der Standart US Version zuerst das entsprechende (hier Deutsche) Sprachpaket und dann die zusätzlichen Hilfedateien der entsprechenden Sprachpakete installiert werden muss. Ansonsten bricht die Installation der Hilfsdateien wegen fehlender Abhängigkeiten ab. Und aus dem Verzeichnis „/desktop-integration“ bitte auch nur diejenige Paketversion der eigenen Distribution auswählen. Falls Sie sich nicht so gut auf der Shell zurechtfinden machen Sie diesen Schritt zuletzt. Suchen Sie sich das Paket mittels Nautilus und starten Sie die Installation durch einen Doppelklick auf das RPM/DEB Paket. „Nautilus“ fragt Sie dann aber noch einmal nach dem Root-Passwort.

Ich möchte diesen Tipp auch dazu benutzen mich im Namen der Entwickler für die rege Teilnahme an der Spendenaktion „50k Euro für LiBO“ zu bedanken. Weit vor dem geplanten Ablauf der Spendenfrist waren die 50.000 € zusammen. Diese Summe wird nun in eine Stiftung eingebracht und bildet so etwas wie das Stammkapital. Die Stiftung wird dieses Kapital festschreiben und alle laufenden Kosten wie, Messeauftritte, Werbematerial technische Infrastruktur und ähnliches alles aus weiteren, hoffentlich noch fließenden, Spenden finanzieren. Ich habe selbst erlebt das viele kleine und hoffentlich lange anhaltenden Spendenbeträge auch zu einer stabilen Finanzgrundlage führen können. Mehr zur Stiftung gibt es hier.

Hier gibt es natürlich noch eine Ausführliche Beschreibung für alle Möglichen Update Situationen. Beispielsweise MAC-OS und Windows- Systeme. Und falls doch mal was schief geht gibt es ja das Wiki, die FAQ Seite oder den Live Chat mit LiBO – Enthusiasten.

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen eine schöne Woche mit Freier Software!


Kommentare
Sprachpakete (DE)
Michael (Majestyx) Kappes, Montag, 07. März 2011 19:09:52
Ein/Ausklappen

Hier ein kleines Update.

nach dem Eintragen des PPA in UBUNTU 10.10 und der Installation startet Libo zuerst in der US Version. Das lässt sich aber schnell via Synaptic erledigen. Im Suchfeld:

libreoffice

eingeben und dann das passende Sprachpaket auswählen.

Wir sehen uns auf dem CLT (1)

(1) http://chemnitzer.linux-tage.de/2011/


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