Wer sich hin und wieder mit der Android-Entwicklung beschäftigt, kennt bestimmt die Android Debug Bridge, kurz adb. Dieses Tool benötigt man, um von einem beliebigen Rechner aus auf ein Android-Gerät zuzugreifen, um sich zum Beispiel per Shell einzuloggen oder um einfach mal einen Screenshot zu machen, ohne dazu das eigene Smartphone rooten zu müssen.
Die Installation des Android-SDK klappt unter Linux in der Regel problemlos und wenn man adb mit Root-Rechten startet, dann gibt es auch keine Rechteprobleme. Dennoch kommt es unter einigen Distributionen und vor allem auf Notebooks gerne vor, dass adb trotz eingeschaltetem USB-Debugging kein Gerät findet. Schuld daran ist das kleine Tool usb_modeswitch, welches eigentlich dazu dient, 3G-Modems in den passenden Modus zu versetzen. Leider funkt es auch beim Anschließen eines Android-Geräts dazwischen, sodass die Android Debug Bridge angibt, kein Gerät gefunden zu haben:
marcel@linux-l3ja:~> adb usb * daemon not running. starting it now on port 5037 * * daemon started successfully * device not found
Abhilfe schaffen Sie, indem Sie usb_modeswitch vorübergehend aus dem Verkehr ziehen. Dazu stellen Sie in der Datei /etc/usb_modeswitch.conf die Variable DisableSwitching=0 von 0 auf 1.






Es ist selten nötig als root zu arbeiten, mit folgender udev-rule funktioniert der Zugriff als User, sofern die verwendete Distro udev nutzt:
# /etc/udev/rules.d/75-android.rules
SUBSYSTEMS==”usb”, ATTRS{idVendor}==”0bb4″, \
ATTRS{idProduct} ==”0cab”, MODE=”0666″, \
OWNER=”username”
“idVendor” und “idProduct” erhält man, indem man die “dmesg” Ausgabe nach Anstöpseln seines Androiden checkt, der “username”
sollte natürlich dem eigenen angepasst werden.
Nach erzeugen des Rules-Files, als root
“udevadm control –reload-rules” aufrufen um die geänderten Rules zu laden und den Androiden erneut anstöpseln.
Danach sollte der User problemlos mit adb arbeiten können.
Gruß,
Lutz
kann man auch über pc bzw. adb tool das umstellen?…ich habe keinen Zugriff auf mein samrtphone…!
Boh, danke! Das hat zwar auch einiges an Zeit und Linux Code üben gekostet, aber jetzt hat es geklappt!