Die auf Debian basierende Distribution Elive 2.0 überzeugt nicht nur mit einem todschicken Äußeren, sondern auch mit einer ungewöhnlich durchdachten Benutzerführung.
README
Das auf Debian 5.0 basierende, ressourcenschonende Elive 2.0 Topaz eignet sich auch zum Betrieb auf älteren Rechnern. Dank der einfach gehaltenen Konfigurationselemente kommen auch Linux-Einsteiger bestens klar.
Während die meisten Distributionen auf die Desktop-Flaggschiffe KDE und Gnome setzten, begnügt sich Elive [1] mit dem schlanken Enlightenment E17 [2]. Das sieht nicht nur todschick aus, sondern benötigt auch wesentlich weniger Systemressourcen als seine großen Brüder. Allerdings gilt es sich zunächst einmal an das vergleichsweise unkonventionelle Bedienkonzept zu gewöhnen.
Hardware und Installation
Als minimale empfohlene Hardware-Ausstattung nennt das Elive-Projekt einen Rechner mit 300-MHz-CPU und 128 MByte Hauptspeicher. Im Test benötigte die Distribution nach dem Live-Start etwa 110 MByte RAM. Für eine Installation benötigen Sie darüber hinaus eine Festplatte mit mindestens 4 GByte freiem Platz.
Um die Live-Distribution auf dem Rechner einzurichten, genügt es, nach dem Start im Dock auf den Schalter Elive Installer zu klicken. Es erscheint ein Dialog, über den Sie unter anderem die Partitioniereung vornehmen. Um Elive zu installieren, benötigen Sie ein so genanntes Installationsmodul. Das bietet das Projekt für einen frei wählbaren Betrag ab 15 Euro zum Kauf an. Als Zahlungsmethode steht bislang jedoch nur Paypal zuer Verfügung. Unter den Lesern des LinuxUser verlost Elive jedoch 100 Installationsmodule (siehe Kasten “Elive gewinnen!”).
Elive gewinnen!
Wenn Sie eine Lizenz zur Installation von Elive gewinnen möchten, beantworten Sie folgende Frage: Wie heißt der Maintainer, genannt “Thanatermesis”, mit richtigen Namen? Schicken Sie die Lösung bis zum 1. Mai 2010 mit dem Betreff Elive-Gewinnspiel per E-Mail an redaktion@linuxuser.de. Unter allen Einsendern verlosen wir 100 Lizenzen.
Konfiguration und Bedienung
Anders als Gnome und KDE bietet Elive kein Startmenü: Sie erreichen die Programme und Einstellungen alternativ über einen Rechts- oder Linksklick auf den Desktop, worauf sich zwei unterschiedliche Kontextmenüs öffnen. Der erste Punkt, Anwendungen, enthält jedoch die selben Einträge wie das Rechtsklick-Kontextmenüs.
Zur grundlegenden Konfiguration wählen Sie aus dem Menü den Eintrag Einstellungen | Einstellungskonsole. Darin legen Sie unter anderem die Bildschirmgröße, Sprache sowie das Erscheinungsbild und Desktopverhalten fest. Bereits beim Systemstart lädt Elive das Modul Internet, dessen Einstellungen sie beim Klick auf das blaue Ausstrahlungssymbol am rechten unteren Desktoprand erreichen. Zwar besitzt Elive auch ein Modul zum Konfigurieren des ADSL-Zugangs, das verweigerte im Test jedoch seinen Dienst.
Ganz einfach gehalten ist das Einbinden und Freigeben von SMB-Shares: Für beides stellt die Distribution eine durchdachte und einfach zu bedienende Oberfläche bereit (Abbildung 1).
Ausstattung
Bei der Auswahl an vorinstallierten Anwendungen beschränkt sich Elive zunächst aufs Nötigste. Als Browser dient Firefox, Mplayer spielt Videodateien ab, mit Abiword schreiben Sie Briefe und Gnumeric zeichnet für die Tabellenkalkulation zuständig. Zusätzliche Programme installieren Sie über den Paketmanager Synaptic, in den Elive bereits die eigenen Repositories eingebunden hat. Hier finden Sie auch unfreie Software, etwa Nvidia- oder ATI-Treiber für die Grafikkarte.
Technische Daten
| Name | Elive |
| Version | 2.0 Topaz |
| Basis | Debian 5.0 |
| Release | 04.03.2010 |
| Desktop | Enlightenment E17 |
| Kernel | 2.6.30.9 |
| X-Server | 1.4.2 |
| Architektur | i686 |
| Orientierung | Office und Multimedia |






